Gründung und Entwicklung des ASV
Gründung und Entwicklung des ASV
Ursprung und Vereinsgründung
Ende der 1970er-Jahre schwappte aus den USA eine neue Laufbewegung nach Europa: Jogging wurde zum Symbol eines wachsenden Gesundheitsbewusstseins. Immer mehr Menschen entdeckten Laufen als einfache, überall ausübbare und wirkungsvolle Sportart. Gesellschaftlich jedoch stieß dieses neue Freizeitverhalten zunächst auf wenig Verständnis – joggende Menschen galten eher als kurioses Schauspiel denn als Sporttreibende. Viele Läufer wichen daher auf weniger öffentliche Orte aus und mieden insbesondere die Innenstädte.
Eine Gruppe Duisburger Lauffreunde wollte das ändern. Ihr Ziel war es, dem Laufsport mehr Sichtbarkeit und Akzeptanz zu verschaffen und ihn aus seinem Nischendasein zu holen. In einem entschlossenen Schritt schlossen sich 19 ausdauersportbegeisterte Duisburger zusammen, um einen eigenen Verein zur Förderung des Ausdauersports zu gründen – ein mutiges Vorhaben, denn Langstreckenläufer und Triathleten galten damals noch als echte Exoten.
Am 13. November 1984 war es soweit: Die Vereinssatzung wurde verabschiedet, der Vorstand gewählt und der ASV offiziell gegründet. Walter Rybacki (1. Vorsitzender), Josef Dorn (2. Vorsitzender), Peter Heyden (Geschäftsführer), Udo Becker (Kassierer) und Jörg Bunert (Sportwart) übernahmen Verantwortung – der Grundstein für eine erfolgreiche Vereinsgeschichte war gelegt.
Die Abteilungen
Der junge Verein entwickelte sich rasant. Bereits keine zwei Jahre nach der Gründung zählte der ASV über 200 Mitglieder, die sich augenzwinkernd selbst als „Plattfüße“ bezeichneten. Mit dem Wachstum des Vereins wuchs auch die sportliche Vielfalt. Der Wunsch, mehrere Ausdauerdisziplinen anzubieten, führte zur Gründung verschiedener Abteilungen, die sich sportlich und teilweise auch finanziell eigenständig organisieren.
Heute bietet der ASV regelmäßige Trainingsmöglichkeiten in folgenden Sportarten an:
Laufen, Radfahren, Schwimmen, Triathlon und Walking.
Die Sportveranstaltungen
Von Anfang an war klar: Der ASV wollte mehr sein als ein reiner Trainingsverein. Ziel war es, auch Außenstehende – insbesondere Einsteigerinnen und Einsteiger – für Bewegung zu begeistern und aktive Freizeitgestaltung für eine breite Öffentlichkeit erlebbar zu machen. Während City-Marathons damals vor allem leistungsorientierten Läuferinnen und Läufern vorbehalten waren und Volksläufe oft nur ein begrenztes Angebot boten, wollte der ASV bewusst neue Akzente setzen.
So organisierte der Verein bereits 1985 den ersten Triathlon und 1986 die erste Winterlaufserie in Duisburg. Weitere Veranstaltungen wie der Buß- und Bettaglauf sowie Schüler- und Jugendläufe folgten. Die Resonanz war überwältigend: Teilnehmerzahlen stiegen stark an, zugleich wuchsen die Erwartungen an Organisation und Qualität. Der Aufwand für Planung und Durchführung nahm schnell ganzjährige Ausmaße an.
Um dauerhaft hohe Qualitätsstandards zu sichern, traf der Verein schließlich eine nicht leichte, aber notwendige Entscheidung: Konzentration auf wenige Schwerpunkte. Schritt für Schritt wurden andere Veranstaltungen eingestellt, zuletzt auch der Triathlon – ein Einschnitt, der sportlich wie emotional schwerfiel und Duisburg um ein Highlight ärmer machte.
Rückblickend erwies sich dieser Fokus jedoch als richtig. Mit der konsequenten Ausrichtung auf die Winterlaufserie hat sich der ASV weit über die Landesgrenzen hinaus einen exzellenten Ruf als Veranstalter erarbeitet. Trotz klarer Teilnehmerlimits, anspruchsvoller Rahmenbedingungen und ohne Nachmeldemöglichkeiten nähert sich die Serie heute der Marke von 5.000 Teilnehmenden – und das bei konstant hoher Qualität.